Freitag, März 10, 2006

Somnus interruptus.

Request: Wipe the Schlaf out of my eyes and out of my Körper!
Reply: An error has occured. Body and mind must shut down.

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Sollte man eine Kippe, die man aus Müdigkeit und damit verbundener Grobmotorigkeit auf den Boden hat fallen lassen, und auf die man aus selbigen Gründen mit barem Fuß drauftrat, als Zeichen nehmen, diesen Tag zu entsorgen?

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BewusstseinsStrom: Vorsicht, Hochspannung!

Beim 1. Zug an der Zigarette denkst Du Dir:
Heute ist abstrakt.
Jetzt schon. Irgendwie stehst Du neben Dir. Und gehst Dir bereits auf den Sack.
Und die Kälte und Du, ihr rückt noch ein wenig näher zusammen. Denn in Deinem Zimmer ist der Frühling nicht. Nur der Staub. (Und der Wahnsinn soll später auch noch kommen.)
Und Du beschließt, die Aktion: "Es ist Frühling!" sofort abzubrechen. Is auch albern.
Kontinuierlich bläst Du weiter Rauch und Trübsal. Guckst in den viereckigen Himmel. Dem sind die Farben ausgegangen. Man sollte ihm eine scheuern, denkst du, dass die Wangen mal wieder rot werden. Und dann, dann sollte man ihm den Hals umdrehen, bis er blau anläuft. Jawohl!

(Jetzt, genau jetzt, stellst Du Dich in Frage...
...Und antwortest Dir nicht.)

Die sekundären Gedanken an den folgenden Arbeitstag jagen Dir das Grauen ein. Dass Du Dich gleich mit bekloppten Existenzen herumschlagen sollst, das passt Dir gar nicht. Sollen sie doch bleiben, wo sie sind. Im Haus. Im Konjunktiv. Am besten immateriell.
Tja. To go or not to go?, es la pregunta. Aber Du weißt ja schon, Du wirst eh gehen.
Wirst noch schnell Deinen Kopf gegen die Wand knallen, damit Du vergisst, dass dieses Zur-Arbeit-Quälen bald zu Deiner alltäglichen Routine wird. Doch dann werden Deine Zähne dem Grauen entgegenklappern. Und Du wirst dort sitzen und Wörter auf den Boden rotzen um dann, wie in einem Spot für falsches Verhalten, dem Leben die Zunge rauszustrecken, obgleich es Dir Grimassen zieht.
Zwischendurch wirst Du immer wieder das surreale Bedürfnis haben, Dich umzudrehen, um zu sehen, ob die Welt sich noch dreht. Du wirst feststellen, dass sie in den letzten Wochen verdammt an Tempo zugelegt hat und dann wirst Du sagen wollen :
Auszeit! Anhalten! Alles anhalten!

Und dann sind die 540 Minuten vorbei. Sergej wird Dich heimbegleiten. Und Du wirst vor Deiner Haustür stehen und klingeln und klingeln und klingeln und an der Tür rütteln, um wieder zu Dir zu kommen.
Und dann wirst Du in Deinem Zimmer sitzen und Dir zuprosten. Und warten. Auf die Stunden nach den Ferien von Übermut und Frohsinn. Auf das Ende vom Kopfweh. Auf dem Bett. Auf ex.

Zigarette. Fuß brennt. Müde. Volldepp.
To go or not to go. (Kaffee? Ja gerne. Mit einem Schuß Verstand und zwei Stück Antrieb bitte.)

Gleich wirst Du Deinen Leib in den Mantel hüllen. Wärst Du auf der Kinoleinwand, das Publikum würde jetzt kollektiv aufstöhnen: "Tu's nicht!"
Aber Du bist nicht der Typ, der Zeichen sieht. Das ist Dein tragischer Defekt.